NETZWERKTAG: FRESH X

Was Bierbrauen und neue Formen von Kirche miteinander zu tun haben

Eine Brotback-Kirche, eine Tattoo-Gemeinde, ein Zeltkirche am Metal-Fest-ival oder eine Kletterkirche – das hört sich für erprobte Kirchengeher eher ungewöhnlich an. Tatsächlich sind solche „Fresh X Kirchen“ in England und mittlerweile auch in Deutschland auf dem Vormarsch. 
Doch mal langsam und von vorne: Vor etwa eineinhalb Jahren haben sich innerhalb der Evangelischen Kirche in Österreich einige Interessierte zusammengetan, um sich über das Fresh X -Phänomen auszutauschen. Die Euphorie im Team wuchs spürbar und schon bald stand fest: „Wir wollen hier weiterdenken!“ 
Das war der Startschuss für den Fresh X -Netzwerktag, der am 13. Jänner 2018 im BierKULTURhaus Obertrum stattfand. Mit insgesamt 25 TeilnehmerInnen verbrachten wir einen inspirierenden und vor allem ermutigenden Tag. Der Hauptreferent Pfarrer Michael Wolf (Amt für Gemeindedienst Nürnberg) erzählte von vielen Fresh X-Projekten, die in Deutschland unter dem Dach von Volkskirchen heranwachsen. Das Konzept ist stets das gleiche: Man sieht sich um – was brauchen die Menschen in meinem Umfeld? – und schafft dahingehend ein zwangloses Angebot. So wurde beispielsweise aus einer schlecht besuchten Methodisten-Kirche in Metzingen eine Kletterhalle, die sehr viele junge Menschen anzieht. Diese kommen zum Klettern, Bouldern oder zum Plaudern an die Bar, die von ehrenamtlichen Bibelschülern betrieben wird. Einige Gäste interessieren sich irgendwann für mehr als nur klettern und besuchen Angebote der Gemeinde. Dies ist ein wunderbares Beispiel für die Fresh X-Idee: Es wird nicht klassisch missioniert, sondern eine Brücke zu Leuten geschlagen, die sonst wenig mit Kirche am Hut haben. Altes wird nicht verdrängt, sondern mit neuen Ausrichtungen ergänzt.
Das Besondere an dem Netzwerktag war, dass der Vortrag mit einem Bierbraukurs verbunden wurde. Denn zwischen Bierbrauen und Gemeinde-gründen gibt es viele Parallelen: vom Schroten (alte hinderliche Vorstellungen abwerfen) über das Maischen (Freisetzen von Neuem) über das Läutern bis hin zum Gären (Alles braucht seine Zeit).
Besonders interessant war, dass auch drei österreichische Projekte vorgestellt wurden. Nicht alles wurde als Fresh X gegründet, aber die Initiatoren hatten immer die Menschen im Blick, zu denen sie „hingegangen“ sind. 
So haben wir durch Mira Ungewitter über die Burning Church in Wien, Marjan Kac über Westbahnhoffnung in Villach und Siegfried Kröpfel über Seelenstoff Wien erfahren und konnten Fragen stellen. 
Natürlich gab es auch Zeiten der Reflektion über das Gehörte und Möglichkeiten des Austauschs. 
Insgesamt ein runder Tag mit vielen Impulsen, die sich nun ihren Weg in die österreichischen Lande bahnen. 
Unser Dank gilt allen, die sich inhaltlich und praktisch eingebracht haben und dem BierKULTURhaus, in dem wir zu Gast waren.

Dominik Knes, Diözesanjugendreferent der Evang. Jugend Steiermark

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Werk für Evangelisation und Gemeindeaufbau in der Evang. Kirche A.B. in Österreich
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