Persönliche Erinnerungen in Dankbarkeit von Fritz Neubacher

Wir trauern um Pfr.i.R. Dr. Klaus Eickhoff, den 1. Rektor des Werks für Evangelisation + Gemeindeaufbau

60 Menschen drängten sich in dem nicht allzu großen Gemeindesaal. Sie waren zu einem „Seminar“ gekommen: "Der Glaube der Christenheit." Das war Herbst 1986, Graz-Kreuzkirche. Sechs Abende waren geplant, jeweils von 19 bis 21 Uhr. Alle waren da – nur Klaus nicht. Gerade noch rechtzeitig erschien er. Er hatte im Auto gesessen und gebetet. Für uns, für diesen Abend. Und nun war er da, und legte gleich los: Ich war vom ersten Moment an fasziniert von den Ausführungen dieses Mannes. „Erwägungen – wenn Gott wäre…“ war das erste Thema. Sätze wie: „Nur was wir verwirklichen, glauben wir wirklich“, oder „Wir glauben viel weniger als wir glauben“ setzten sich fest. Oder: „Glauben ist nicht, etwas über Gott begriffen zu haben, sondern von Gott ergriffen zu werden.“ Es ist anspruchsvoll, dicht und gleichzeitig leicht und fröhlich. Klaus spricht, mit wenigen Rückfragen garniert, zwei volle Stunden lang. Dann hören wir die Kirchturmglocken 9 x schlagen, und während sie schlagen, endet der Vortrag. Abend für Abend geht das so: Gibt es Spuren Gottes in der Natur? In der Geschichte? Offenbart sich Gott in der Vernunft? Und dann die berühmte Parabel vom Pantoffeltierchen mit dem Zielsatz: „wenn das wahr ist, dass Gott uns besucht hat, dann ist das 1000 x die Jahrtausendsensation!“ Unvergessene Höhepunkte von genialen Reden! Nächster Abend: Wir hören und verstehen den Unterschied zwischen Kopf- und Herzensglauben, und erfahren, dass wir beides brauchen. Und wir werden am Ende vor die Frage gestellt, ob Gott Mitte oder Mittel unseres Lebens ist. „Einen Gott, den man sich zulegen kann wie ein Hündchen, den kann man auch gleich wieder weglegen.“ Es ging noch vier Abende so weiter, ich breche hier ab. Was Klaus konnte, war, den Dreieinigen Gott und den Glauben an ihn so großartig, so menschenfreundlich, so verständlich und so bewegend darzustellen, wie … niemand anderer. Jedenfalls niemand, den ich kenne. Das war sein Herzensanliegen, seine Lebensaufgabe, und das hatte er brillant drauf - und er hatte Spaß dabei! Die Abende im Herbst ´86 wurden sowohl für mich als Pfarrer, als auch für die Kreuzkirchengemeinde zur Basis einer sehr gedeihlichen Entwicklung. (Fritz Neubacher)

Wir planen für den Sommer eine WeG-Freundesbrief-Sonderausgabe als Nachruf auf Dr. Klaus Eickhoff.

 

 

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