Stufen des Lebens: Farbenfrohe Lebens- und Glaubenshilfe

Stimmungsbild vom Gemeindekurs „Elia - In der Krise reifen“ von Esther Lieberknecht (Evang. Pfarrgemeinde Rottenmann, Februar 2015)

Es hat Freude gemacht zu sehen, wie die Teilnehmenden sich mehr und mehr auf das Thema „Krisen“ eingelassen haben. Sie haben ihre Lebensumstände reflektieren können und teilweise seelsorgerliche Gespräche angenommen.

Stimmen von Teilnehmenden: „Obwohl ich schon viele Krisen erlebt habe, wurde ich das erste Mal sensibel dafür und habe mich dabei selbst erkannt. Nun weiß ich, wie ich anders mit Krisen umgehen kann.“

„Durch die Bodenbilder wurde der Text verständlich erklärt und nahegebracht. Bodenbilder gehen tiefer, als nur den Text zu lesen.“

„Ich habe den Text in der Bibel selbst nachgelesen.“

„Der Kurs hat ermutigt zu neuem Vertrauen, dass Gott in den Krisen da ist und durchträgt.“

„Manchmal gehen wir Umwege durch die Wüste und sehen das Ziel nicht mehr. Am Beispiel von Elia war zu sehen, dass es Auswege aus der Krise gibt.“

 

Kursleiterschulung im Haus „Regenbogen“, Christian Kohl

Nach außen hin die große Fassade von Status und Erfolg, doch innerlich klein und die tiefe Sehnsucht, dazuzugehören und angesehen zu werden bzw. angesehen zu sein. Mit der Geschichte um Zachäus starteten wir in das biblisch-existentielle Glaubenskursthema „Ein Platz an der Sonne“.

Was sind die Bäume, in die ich mich versteige? Wo sind meine Verstecke? Möchte ich, dass Jesus in meinem Leben genau an meinem wunden Punkt stehen bleibt und sagt: „Steig schnell herab und nimm mich auf als deinen Gast?“ Mit dem Dank des Zachäus, von Gott nicht übersehen zu werden, endete der Freitagabend.

Am Samstag wurde es dann am Teich Bethesda und auf dem Weg zum Haus des Jairus sehr persönlich: Was legt mich fest? Woran blute ich aus? Eröffnet mir die Begegnung mit Jesus einen neuen Zugang zum Leben, selbst wenn ich nur den Saum seines Gewandes berühre?

Diesmal erlebten wir auch Esther Nöttling als Kursleiterin und waren von ihrem engagiert-persönlichen Zugang zu der biblischen Geschichte ihrer Kurseinheit sehr beeindruckt.

Obwohl nach dem Abendessen nicht nur der Bauch, sondern auch Geist und Seele bereits ausreichend gefüllt waren, tauschten wir uns darüber aus, was eine gelungene Einladungsstrategie zu den Stufenkursen ausmacht: Persönlich ansprechen, Abkündigungen mit Kursmaterial, Schnupperabend, ökumenische Zusammenarbeit in der Passionszeit.

Und wenn das gemeindeentwickelnde Potential dieses Glaubenskursprojektes voll ausgeschöpft werden soll, dann ist eines ganz am Anfang wichtig: Mache es zu einem Projekt des Presbyteriums und vergewissere dich der Unterstützung und der seelsorgerlichen Mitarbeit der Pfarrerin bzw. des Pfarrers.

Am Sonntag öffneten wir drei Reisekoffer, doch statt der „Seligkeit vergang‘ner Tage“ entdeckten wir ein erschreckendes, aber allzu vertrautes Instrumentarium, mit dem wir Menschen unsere Beziehungen gestalten, aber auch einen tragfähigen, sonnengleichen Ort, um all das abzulegen: Gottes Erbarmen. 

Lizzy und Kathi segneten uns KursteilnehmerInnen und stärkten uns so für unsere missionarische Arbeit in den Gemeinden.

 

Private Reflexion in der Nacht nach dem allerersten Kursabend

Barbara Kadan (Religionspädagogin in Fürstenfeld)

Es ist immer aufregend, etwas Neues zu beginnen. In der Pfarrgemeinde Fürstenfeld wird erstmalig zu einem Glaubenskurs eingeladen. Ein Schnupperabend hat bereits stattgefunden. „Farbe kommt in dein Leben“, so das Thema des vierteiligen Kurses. Die Anspannung der Kursleiterin ist groß. Nach dem ersten Abend schreibt sie um 23.18 Uhr ihren Geschwistern eine Mail: Ich bin noch zu aufgedreht für's Schlafen, darum schick ich euch einen kleinen Bericht: Es waren 15 Teilnehmer da, + der kleinen Julia (6), die aber von Anfang bis zum Schluss voll dabei war und mitgemacht hat, + Pfarrerin + ich. Ich muss sagen, viel mehr verträgt unser Gemeindesaal nicht, nachdem man sich ja rund um das Bodenbild noch bewegen muss.

Es ist sehr gut gelaufen, obwohl ich bei den Farben eigentlich zu viel Zeit verbraten habe, bin ich dann doch auf den Punkt fertig geworden, sogar noch mit Abschlusslied. Ich habe viele positive Rückmeldungen bekommen, obwohl es erst ziemlich gedauert hat, bis die Erwachsenen so richtig aufgetaut sind.

Ich habe mich streckenweise gefühlt wie in meinem ersten Unterrichtsjahr - eine ausgefeilte Vorbereitung, an der man ziemlich klebt. Eigentlich sollte man den Kurs nach kurzer Zeit gleich wieder machen, dann würde man sich viel freier durch den Abend bewegen. Aber es hat Spaß gemacht und es hat ein paar ganz dichte Momente gegeben und Aha-Erlebnisse unter den Teilnehmern. Mit einem Wort: Es war ein guter Start!

 

„Ein farbiger Kuss Gottes“

Stufen des Lebens in der Pfarrgemeinde Waiern, Inge Kugler

Ein einschneidendes Erlebnis für 5 Frauen aus Waiern war der Vorbereitungskurs "Farbe kommt in dein Leben" in Bad Goisern. Uns war klar, dass wir den Kurs in unserer Gemeinde anbieten wollen. Bald schon begannen wir mit den Vorbereitungen und nun ist der 4. Abend schon gleich vorbei. 20 Teilnehmer, das war unser Ziel, und 20 Teilnehmer erleben nun die Abende mit uns.

Wir als Team genießen den Kurs und die gemeinsame Vorbereitung und sind erstaunt, welche Erkenntnisse sich uns selber immer wieder auftun. Wir freuen uns über die Offenheit unserer Teilnehmer.  Das Leben - ein farbiger Kuss Gottes - ein Zeichen der Liebe, der Zuneigung, des zärtlichen Begegnens. Wir wünschen uns, dass sich unsere Teilnehmer und viele Menschen von Gott wachküssen lassen und sind dankbar für diesen Kurs. 

 

Bericht vom Kurs "Farbe kommt in dein Leben"

in Steyr 2013, von Insa Rössler


Genau das wünschen wir uns im grauen Monat November! Manchmal erscheint uns der Alltag einfach grau in grau - unser Leben verläuft immer in den gleichen Bahnen, wir sind müde, ausgebrannt und enttäuscht über die Umstände unseres Lebens. Wir sind blind für die Schönheiten unserer Welt und sehen nur noch das Dunkle und Unvollkommene. Wir suchen neue Hoffnung, Farben, Licht und Freude. Dazu wollte unser Kurs "Farbe kommt in dein Leben" beitragen.

Schon im vergangenen Jahr nahmen einige unserer Gemeindemitglieder an einem sogenannten "Stufen des Lebens- Kurs" teil, und auch heuer genossen sie die visuelle Darstellung der biblischen Texte, die lebensnah und praktisch unser Leben berührten. Mit bunten Tüchern, Gegenständen und biblischen Erzählfiguren wurden die Inhalte des Neuen Testamentes für uns lebendig. Wir begegneten dieses Mal verschiedenen biblischen Gestalten und nahmen deren Leben unter die Lupe: den blinden Bartimäus, die Kinder rund um Jesus, Maria Magdalena und Simon Petrus.
Es wurde deutlich: Ohne Licht gibt es keine Farben. Nur mit Jesus, dem Licht der Welt, kommt Farbe in unser Leben. Er sagt von sich: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben." Joh.8,12

 

Bericht zweier Teilnehmerinnen vom Kurs „Durch Krisen reifen – mit Elia auf dem Weg“

in Steyr, geleitet von Insa Rössler

In dem Seminar "Stufen des Lebens-Krise" erlebten wir in guter, entspannter und liebevoller Atmosphäre an Hand von Elias Leben, wie wir mit Krisen umgehen können.
Mit anfänglicher Unsicherheit, aber erwartungsvoll, starteten wir die erste Runde. Sehr begeistert waren wir über die, bis ins kleinste Detail gestaltete, bildliche Darstellung und den wunderschönen biblischen Figuren. Insa überließ es uns, wie weit sich jeder persönlich ins Gespräch einbringen wollte. Von Mal zu Mal tauten wir mehr auf, die Gruppendynamik entwickelte sich sehr lebendig. Alle Sinne wurden angeregt und es war, je nach Bedürfnis, Platz für alle Stimmungen. Erzählungen von persönlichen Situationen, Gespräche, wie wir Krisen sehen und damit umgehen, wechselten sich mit Gebet und Gesang ab und machten unseren Kreis sehr lebendig.
Am Ende des Seminars gingen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge auseinander, gestärkt durch die Gewissheit, dass Gott in jeder Situation einen Ausweg hat, wir "Scherben" (Krisen) bei IHM zurücklassen können und mit Gottes Hilfe auf geebneten Wegen weitergehen können.


 
Bericht von der Kursleiterschulung "Farbe kommt in dein Leben"

von Veronika Gaugeler-Senitza, Kuratorin der Pfarrgemeinde Waiern/Feldkirchen

Gespannt auf unsere erste Kursleiterschulung zu „Stufen des Lebens“ machten sich fünf Frauen aus Mittelkärnten (evang. Pfarrgemeinde Waiern/Feldkirchen,  evang. Pfarrgemeinde Pörtschach/Moosburg und katholische Pfarre Feldkirchen) Anfang März auf den Weg nach Bad Goisern.

„An manchen Tagen scheint alles grau und wir sehnen uns danach, dass Farbe ins Leben kommt. Dunkles und Helles – beides gehört zu unserem Leben. Und auch die Hoffnung, dass Dinge sich verändern“, begann unsere Kursleiterin Traudel Krause und sofort richtete sich unsere Konzentration auf all die symbolhaften Gegenstände, die in der großen Sitzkreismitte liebevoll vorbereitet waren.

In den Stufen des Lebens-Kursen werden die persönlichen Lebensgeschichten mit phantasievollen Bodenbildern und biblischen Geschichten verwoben. Die vier neutestamentlichen Geschichten des blinden Bartimäus, die Kindersegnung, Maria am Grab, Jesus der Auferstandene, standen im Mittelpunkt des Wochenendes.

Äußere und innere Dialoge wurden bei den knapp 30 TeilnehmerInnen aus ganz Österreich angestoßen, der Mut, Neues für sein Leben zu entdecken angeregt, und sich selbst (wieder) auf den Weg mit Jesus zu begeben,  einfühlsam und respektvoll initiiert.

Nach diesem intensiven Wochenende sind wir fünf Frauen uns klar darüber, dass wir die Botschaft der biblischen Geschichten, die so stark hineinwirken in die eigenen Lebensgeschichten, durch das Angebot von Stufen des Lebens – Abenden in unsere Pfarrgemeinden hineintragen möchten.

Werk für Evangelisation und Gemeindeaufbau in der Evang. Kirche A.B. in Österreich
Körperschaft öffentlichen Rechts, DVR 418 056 (210); A-4864 Attersee, Neustiftstraße 1 Tel: +43 / 7666 / 70157 FAX: +43 / 7666 / 70157-4 E-Mail: eundg@evang.at Attergauer Raiffeisenbank, St. Georgen i.A., IBAN: AT 75 3452 3000 0000 2220 BIC: RZOOAT2L523
×

Diese Website nutzt Cookies, durch die Nutzung stimmen Sie der Verwendung zu. Wir erfassen damit keine personenbezogenen Daten, sämtliche Website-Funktionen sind auch ohne Cookies verfügbar. Mehr Infos in der WeG-Datenschutz-Erklärung.